Den Beginn des Jahres 2009 verbrachten die Vorsitzenden in Thailand, also vor Ort. Für das Kinderprojekt Childlife organisierte die Kinderärztin Gudrun Daugs im Januar Impfstoffe per Mail bzw. per Telefon aus Deutschland. Die Firma MSD Pasteur Merieux erklärte sich umgehend bereit, kostenlos 50 Impfungen zu stellen.
Im Februar fand ein Besuch des Projektes in Mae Sai statt. Die beiden Vorsitzenden Gudrun Daugs und Günter Knopfe begleiteten die engagierten Mitglieder Angela und Joachim Gronau aus Coburg bei der Besichtigung von Childlife und nahmen gleichzeitig eine Übergabe von Sachspenden vor: Kinderbekleidung, Schuhe, Spielsachen, Sportgeräte u.Ä. wurden Childlife überlassen – alles Spenden, die in Deutschland gesammelt worden waren. Zudem konnte eine Geldspende in Höhe von 25.000 Bht, also umgerechnet 573,64 € überreicht werden. In umfassendem Maße wurde sich auch um die medizinische Versorgung der Kinder des Projektes bemüht. Die Kinderärztin Gudrun Daugs untersuchte Kinder mit gesundheitlichen Problemen und beschaffte Medikamente aus der Apotheke in Mae Sai. Eine umfassende Impfaktion konnte geplant und vorbereitet werden; dazu war es nötig, alle vorhandenen Impfausweise zu prüfen und eine Liste mit den speziellen Erfordernissen von Erstimpflingen zu erstellen.
Abschließend planten die Hauptverantwortlichen von „Childlife“ Kru Ngaow und Songkran einen weiteren Besuch durch den Verein Goldkinder Mae Sai
für März, an welchem die Impfaktion durchgeführt werden sollte.
Im März besuchten die Vorsitzenden des Goldkinder-Vereins Gudrun Daugs und Günter Knopfe zusammen mit Uta und Rainer Kretzer aus Meiningen das Projekt in Mae Sai. Erneut übergab der Verein Sachspenden an die in Childlife lebenden Kinder. Es handelt sich dabei vorwiegend um Kinderbekleidung, Spielsachen, Sportsachen, Mal- und Bastelutensilien, Schuhe, Verbandsmaterial und Hygieneartikel. Darüber hinaus
wurde eine Geldspende in Höhe von 40.000 Bht , also umgerechnet 899,12 € an das Projekt übergeben. Ferner wurde die geplante Impfaktion durchgeführt. Dazu hatte die Familie Kretzer Impfstoffe gegen Diphterie, Tetanus und Poliomyelitis aus Deutschland mitgebracht. Insgesamt konnten 50 Kinder geimpft werden.
Zusätzlich wurde eine Highschool in Mae Sai besichtigt, auf der einige Kinder von „Childlife“ einen höheren Schulabschluss erlangen.
Um sich ein genaueres Bild von der Lebenssituation der Menschen vor Ort zu machen fuhren die Vereinsvertreter zur Grenze zwischen Burma und Thailand und sammelten Informationen über die dort bettelnden Kinder und Mütter. Danach überquerten die Vereinsmitglieder die Grenze nach Burma und verschafften sich einen tieferen Einblick in die Lebensweise in den dortigen Dörfern und sammelten weiter Informationen, um die Hintergründe des Projektes besser zu verstehen.
Im April kehrten die Vorstandsmitglieder Gudrun Daugs und Günter Knopfe nach Deutschland zurück. Sie nahmen Kontakt zum Meininger Tageblatt auf und führten Vorgespräche bezüglich eines Zeitungsberichts über die Projektarbeit in Mae Sai.
Darüber hinaus startete Gudrun Daugs Verhandlungen mit der Kinderklinik in Meiningen über einen Informationsvortrag über das thailändische Kinderprojekt.
Der Pressebericht über den Thailandeinsatz durch den Verein Goldkinder Mae Sai erschien im Juni im Meininger Tageblatt. Außerdem fand der Informationsvortrag im Klinikum Meiningen statt: die Vereinsmitglieder Gudrun Daugs und Wilfried Gänßler führten durch die Veranstaltung.
Zusätzlich nahmen Interessierte als potentielle Vereinsmitglieder den Kontakt zu den Vorsitzenden auf. Sie engagierten sich für eine Zusammenarbeit in der Form einer Zweigstelle des Vereins in Münster. Erste Gespräche zur Planung einer weiteren Niederlassung wurden geführt und die Jahreshauptversammlung des Vereins am 7. Juli 2009 vorbereitet.
Gudrun Daugs
Vorsitzende
Wölfershausen, 15.07.2009

Ein Ziel, mehrere Diskussionsabende, zwanzig Portionen Tatendrang und elf Gründungsmitglieder – das war die Mischung, die zur Gründung des Vereins Goldkinder Mae Sai führte. Am 31.07. 2008 war es soweit. Beim Notar beantragt und beim Amtsgericht Meiningen registriert, wurde der Verein Goldkinder Mae Sai offiziell etabliert. Somit lässt sich sagen: wir arbeiten an ihnen – den besseren Lebenschancen für die Waisenkinder in Mae Sai. Auch wurde der Verein beim Finanzamt Suhl angemeldet, so dass Spenden- und Zuwendungsbescheinigungen ausgestellt werden können. Den Vorsitz führen die Kinderärztin Gudrun Daugs und der Dipl. Bauingenieur Günter Knopfe; letzterer übt zudem die Funktion des Kassenwarts aus.
Abschließend wurde ein Spendenkonto mit dem Namen Goldkinder Mae Sai e.V. bei der Commerzbank in Meiningen eingerichtet. Nun konnte es richtig losgehen.
Damit weitere Mitstreiter gewonnen und weitere Sympathisanten angesprochen werden können, galt es, mit dem Verein Goldkinder Mai Sai an die Öffentlichkeit zu treten. Das setzten wir auf zwei Wegen um. In der näheren Umgebung unserer Vereinszentrale hielten wir Vorträge über die Situation im Kinderdorf und wandten uns mit der Vereinsgründung an die Zeitungen. Ein erster Erfolg: im August erschien ein Bericht im Meininger Tageblatt. Eine weitere Etappe: wir ließen durch Tim Daugs eine eigene eindrucksvolle Webseite erstellen, auf die wir sehr stolz sind. Sie liefert aktuelle Informationen, Bilder und wichtige Kontaktdaten: www.GoldkinderMaeSai.org.
Und gleichzeitig wandten wir uns unserer Kernaufgabe zu: dem Sammeln von Sachspenden für die Kinder im Projekt „Childlife“ in den Landkreisen Meiningen und Coburg. Die Sachspenden wurden eingesammelt, sortiert und auf die geplanten Besuche im Projekt im kommenden Jahr verteilt.
Die beiden Vorsitzenden des Vereins Gudrun Daugs und Günter Knopfe fanden noch einen weiteren Weg, einigen Waisenkindern aus Mae Sai eine Riesenfreude zu machen. Sie luden vier Kinder und zwei Betreuer aus dem Kinderdorf „Childlife“ in ihr Gästehaus auf Ko Lanta (Süd-Thailand) ein und verbrachten ein paar schöne Tage zusammen. Auch das musste organisiert werden: die Planung der Anreise, das Einkaufen von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Handtüchern und Kleidern und genauso die Rundumbetreuung der kleinen Gäste. Die Kinder reisten am 31.12. 2008 samt zweier Betreuer auf Ko Lanta an und waren für sechs Tage umsorgt und frei von Nöten. Für die Zukunft sind weitere Aufenthalte von den Waisenkindern in unserem Gästehaus geplant.
Gudrun Daugs
Vorsitzende
Wölfershausen, 15.07.09

Liebe Freunde , Verwandte, Kollegen, Mitstreiter,
heute möchte ich Euch zu meiner Freude, einen Zeitungsartikel vom August 20008 aus unserer Thüringer Tageszeitung schicken und bei der Gelegenheit ein paar persönliche Worte an Euch richten.
Wie Ihr dem Artikel entnehmen könnt, sind wir ab Anfang Nov. für 5 Monate in Thailand. Zur Zeit arbeite ich als Gastärztin im Glauchauer Krankenhaus, zwischendurch auch noch tageweise im Meininger Klinikum. Dann bleibt mir gerade mal noch ein Tag dazwischen bis zu unserem Aufbruch nach Thailand. Deshalb möchte ich mich heute schon an Euch wenden , um für unseren neugegründeten Verein, auf den wir übrigens sehr stolz sind, Interesse zu wecken. Gern würden wir noch neue Mitglieder, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen, in unseren Reihen begrüßen. Dazu bedarf es keiner großen Bürokratie ( was wir uns im Übrigen auf unsere Fahnen geschrieben haben ), sondern ein formloser Antrag oder eine mündliche Willensbekundung genügen.
Von allen Vereinsmitgliedern wünschen wir uns dann 2,00 Euro monatlichen Beitrag, der natürlich zu 100 % nur für die Kinder von Mae Sai gedacht ist.
Ansonsten freuen wir uns auch sehr über Sachspenden, z. B. Textilien in Kindergrößen ab ca. 4 Jahren bis zum Jugendalter (außer Hochwinterbekleidung, wie z. B. Schneeanzüge ), Spielsachen, Schulsachen, Bastel- und Beschäftigungsmaterial, Modeschmuck, Sportsachen, Hygieneartikel, Verbandsmaterial, z. T. Medikamente, Impfstoffe (nach Rücksprache ), Taschen, Wolldecken …. und alles , was man als Heranwachsender zum Leben und Wohlfühlen so braucht. Eine besondere Aktion soll dann noch unsere Schuhsammlung sein! Ich habe bei meinen Besuchen im Projekt immer wieder festgestellt, dass „Schuhe „ der absolute Renner für die Kinder sind. Egal, welche Größe ich dabei hatte, die Kids haben sie heißbegehrt und versucht, sie für sich passend zu machen….so wie in dem Märchen vom Aschenputtel, ….. natürlich ist kein Blut geflossen….
Also bitte keine Schuhe mehr wegwerfen, wir nehmen sie gern mit nach Thailand, in alle Größen wie oben und alle Varianten .
Wenn ich schreibe, “wir nehmen sie mit”, dann meine ich unsere Vereinsmitglieder oder Freunde des Vereins ! Darüber freue ich mich nämlich ganz besonders: Es ist geplant, dass eine Gruppe im Febr./ März 2009 das Projekt in Mae Sai besucht. Natürlich zusammen mit Günter und mir und in Verbindung mit einem Urlaub in Thailand. Das wird mit Sicherheit eine hochinteressante und sehr emotionale Aktion. Wer Interesse hat, sich anzuschließen , ist gern gesehen … und wer 2009 noch keine Zeit hat … es wird nicht die letzte Reise dorthin sein !
Vielleicht ist dem einen oder anderen das ja alles zuviel an Vereinsmeierei … das kann ich auch verstehen. Aber vielleicht habt Ihr trotzdem Interesse, das Kinderprojekt zu unterstützen. Wir freuen uns über jede, noch so kleine Zuwendung. Gerade erhielten wir aus Mae Sai die Meldung, dass nach ihrem letzten (und übrigens erstmaligen ) Hilferuf ca. 9.000 Euro Spenden eingegangen sind, wofür sie sich herzlich bedankten. Von uns waren immerhin auch 500 Euro dabei. Allerdings erfuhren wir auch, dass davon durch die aufgelaufenen Schulden nur noch 10 Euro übrig sind! Da machen wir uns natürlich berechtigte Sorgen, wie es im Moment um unseren 130 Kinder im Projekt steht…Wir wollen so schnell wie möglich helfen, denn für uns ist es unvorstellbar, dass die Kinder vielleicht nicht mal genug zu essen haben. Es sind mit den Jahren so viele persönliche Bindungen entstanden , da fühlen wir uns wirklich mitbetroffen, wenn es den Kindern schlecht geht.
Noch eine wichtige Info !
Da unser mildtätiger Verein nach Recht und Gesetz beim Finanzamt registriert ist, können wir natürlich sowohl für Geldspenden, als auch für die Monatsbeiträge eine ordentliche “Zuwendungsbestätigung” (früher Spenden -Bescheinigung) ausstellen, die vom Finanzamt vorgegeben ist bzw. anerkannt wird.
Herzliche Grüße an Euch alle, wir wünschen allen eine gute Zeit, auch wenn das bei dem jetzigen Wetter etwas schwer fällt, positiv in die Zukunft zu blicken….Eure Gudrun und Günter.










