Im November wurde es offiziell: weitere 6000 Euro sind für die Goldkinder gespendet worden. Das ist ein Riesenerfolg für das Projet Goldkinder e.V.!
Seit dem Zeitungsbericht über den Verein Goldkinder e.V., der im August in den Westfälischen Nachrichten erschienen ist, fassten sich viele Spendenwillige ein Herz und unterstützten das Kinderprojekt im Norden Thailands. Den Münsteranern sei Dank.
Im November 2009 ist ein weiterer Artikel in den Westfälischen Nachrichten zum Erfolg der Spenden erschienen. Den vollständigen Artikel können Sie hier einsehen.
Wir hoffen, dass wir 2010 tüchtig weiter sammeln können – und ein paar Kinderherzen froher machen.

Der Verein hat es in den vergangenen Monaten geschafft, wieder einmal fast 5000 Euro zu sammeln! Das ist eine hervorragende Leistung. Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg und danken an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich allen Spendern!
Das Geld wird im Kinderdorf Childlife dringend benötigt. Zum Beispiel jetzt zur Regenzeit für Strom, damit die Kinder abends ihre Hausaufgaben erledigen können. (In Mae Sai wird es um 18.00h dunkel.) Auch ein neuer Transporter, der die Kinder zur Schule fährt ist dringend geboten. Der alte wird ständig repariert und macht es voraussichtlich nicht mehr lange.
Noch weitere interssante Informationen sind in dem Progress-Report enthalten, den uns Ngaow, der Leiter des Kinderdorfs Childlife in Mae Sai jetzt geschickt hat.
Wir hoffen, dass wir dem Kinderhilfe-Projekt weiterhin von Nutzen sein können und versuchen mit aller Kraft schlimme Versorgungsengpässe im Kinderdorf zu verhindern.

Für unseren Verein Goldkinder Mae Sai gibt es nun Verstärkung aus Münster. Nach einem Besuch im Projekt Childlife in Mae Sai ist der Münsteraner Rüdiger Claus fest entschlossen, sich für die Goldkinder zu engagieren. Die erste große Tat ist vollbracht: ein Artikel zu den Goldkindern in den Westfälischen Nachrichten. Der Artikel ist am 16. August 2009 erschienen.
Hier ist der direkte Link zum Artikel.
Und hier kann man den Artikel herunterladen.

Den Beginn des Jahres 2009 verbrachten die Vorsitzenden in Thailand, also vor Ort. Für das Kinderprojekt Childlife organisierte die Kinderärztin Gudrun Daugs im Januar Impfstoffe per Mail bzw. per Telefon aus Deutschland. Die Firma MSD Pasteur Merieux erklärte sich umgehend bereit, kostenlos 50 Impfungen zu stellen.
Im Februar fand ein Besuch des Projektes in Mae Sai statt. Die beiden Vorsitzenden Gudrun Daugs und Günter Knopfe begleiteten die engagierten Mitglieder Angela und Joachim Gronau aus Coburg bei der Besichtigung von Childlife und nahmen gleichzeitig eine Übergabe von Sachspenden vor: Kinderbekleidung, Schuhe, Spielsachen, Sportgeräte u.Ä. wurden Childlife überlassen – alles Spenden, die in Deutschland gesammelt worden waren. Zudem konnte eine Geldspende in Höhe von 25.000 Bht, also umgerechnet 573,64 € überreicht werden. In umfassendem Maße wurde sich auch um die medizinische Versorgung der Kinder des Projektes bemüht. Die Kinderärztin Gudrun Daugs untersuchte Kinder mit gesundheitlichen Problemen und beschaffte Medikamente aus der Apotheke in Mae Sai. Eine umfassende Impfaktion konnte geplant und vorbereitet werden; dazu war es nötig, alle vorhandenen Impfausweise zu prüfen und eine Liste mit den speziellen Erfordernissen von Erstimpflingen zu erstellen.
Abschließend planten die Hauptverantwortlichen von „Childlife“ Kru Ngaow und Songkran einen weiteren Besuch durch den Verein Goldkinder Mae Sai
für März, an welchem die Impfaktion durchgeführt werden sollte.
Im März besuchten die Vorsitzenden des Goldkinder-Vereins Gudrun Daugs und Günter Knopfe zusammen mit Uta und Rainer Kretzer aus Meiningen das Projekt in Mae Sai. Erneut übergab der Verein Sachspenden an die in Childlife lebenden Kinder. Es handelt sich dabei vorwiegend um Kinderbekleidung, Spielsachen, Sportsachen, Mal- und Bastelutensilien, Schuhe, Verbandsmaterial und Hygieneartikel. Darüber hinaus
wurde eine Geldspende in Höhe von 40.000 Bht , also umgerechnet 899,12 € an das Projekt übergeben. Ferner wurde die geplante Impfaktion durchgeführt. Dazu hatte die Familie Kretzer Impfstoffe gegen Diphterie, Tetanus und Poliomyelitis aus Deutschland mitgebracht. Insgesamt konnten 50 Kinder geimpft werden.
Zusätzlich wurde eine Highschool in Mae Sai besichtigt, auf der einige Kinder von „Childlife“ einen höheren Schulabschluss erlangen.
Um sich ein genaueres Bild von der Lebenssituation der Menschen vor Ort zu machen fuhren die Vereinsvertreter zur Grenze zwischen Burma und Thailand und sammelten Informationen über die dort bettelnden Kinder und Mütter. Danach überquerten die Vereinsmitglieder die Grenze nach Burma und verschafften sich einen tieferen Einblick in die Lebensweise in den dortigen Dörfern und sammelten weiter Informationen, um die Hintergründe des Projektes besser zu verstehen.
Im April kehrten die Vorstandsmitglieder Gudrun Daugs und Günter Knopfe nach Deutschland zurück. Sie nahmen Kontakt zum Meininger Tageblatt auf und führten Vorgespräche bezüglich eines Zeitungsberichts über die Projektarbeit in Mae Sai.
Darüber hinaus startete Gudrun Daugs Verhandlungen mit der Kinderklinik in Meiningen über einen Informationsvortrag über das thailändische Kinderprojekt.
Der Pressebericht über den Thailandeinsatz durch den Verein Goldkinder Mae Sai erschien im Juni im Meininger Tageblatt. Außerdem fand der Informationsvortrag im Klinikum Meiningen statt: die Vereinsmitglieder Gudrun Daugs und Wilfried Gänßler führten durch die Veranstaltung.
Zusätzlich nahmen Interessierte als potentielle Vereinsmitglieder den Kontakt zu den Vorsitzenden auf. Sie engagierten sich für eine Zusammenarbeit in der Form einer Zweigstelle des Vereins in Münster. Erste Gespräche zur Planung einer weiteren Niederlassung wurden geführt und die Jahreshauptversammlung des Vereins am 7. Juli 2009 vorbereitet.
Gudrun Daugs
Vorsitzende
Wölfershausen, 15.07.2009

Die Vereinsvorsitzende Gudrun Daugs ist seit zehn Jahren in Thailand engagiert. Hier schreibt sie aus sehr persönlicher Sicht über das Kinderprojekt…
Vor 10 Jahren, d. h. 1999, entdeckte ich bei einer Rundreise durch den Norden Thailands , Kinderarmut, Bedürftigkeit, Hoffnungslosigkeit, die mich berührte und deren Ursprung ich mir in dem sonst so gut organisierten, kinderfreundlichen Land auf den ersten Blick nicht erklären konnte. Zurückgekehrt nach Deutschland, recherchierte ich über die Hintergründe dieser chancenlosen Kinder am Rande der Gesellschaft in diesem wunderschönen Urlaubsland.
Dabei stieß ich auf politische , ethnische , soziale Hintergründe, die leider weltweit wenig bekannt sind. Die Kinder, um die ich mich in Zukunft kümmern wollte, entstammen ethnischen Minderheiten aus dem Grenzgebiet zwischen Burma und Thailand. Ihre Familien sind staatenlos, werden allenfalls von Thailand oder Burma g e d u l d e t.
Sie wohnen in armseligsten Bergdörfern entlang der Grenze, haben keine Elektrizität, kein fließendes Wasser, nur winzige , wacklige Bambushütten als „ Dach über dem Kopf“ und keine Einnahmequellen , außer ein bisschen Landwirtschaft oder ein paar Hühner, Enten oder Schweine.
Es gibt keine Schule für die Kinder und keine Möglichkeit, etwas außerhalb ihrer Traditionen zu lernen. Sie spielen den ganzen Tag mit Abfall, wälzen sich im Staub und streunen durch die schöne Natur.
Für die Erwachsenen ist das Leben dort, abseits von jeglicher Zivilisation, ebenso hoffnungs- und perspektivlos. Die Männer verbringen ihre Zeit mit Reparaturarbeiten an den provisorischen Behausungen oder bauen etwas aus Materialen, die die Natur ihnen bietet. Die Frauen verbringen den Tag neben den üblichen Pflichten als Mutter und „Hausfrau„ mit Handarbeiten. Sie sticken aufwendige Trachtenkleider oder Taschen, zum Teil, um sie zu verkaufen.
Das alles reicht aber längst nicht zum Sattwerden und zum Überleben, denn die Familien sind naturgemäß sehr kinderreich. Geburtenregelung gibt es selbstverständlich nicht.
Zu allem Überfluss gibt es auch noch K r i e g , Krieg zwischen den einzelnen Dörfern, denn die Bewohner gehören oft verschiedenen Bergstämmen an, die unterschiedliche Sprachen sprechen und unterschiedlichen Religionen angehören. Das ist Grund genug, sich zu bekämpfen.
Alles in allem also eine aussichtslose Situation, in die immer mehr Kinder hineingeboren werden.
Um ihre finanziellen , existenziellen Probleme zu lösen, bleibt den Familien nur der Weg , an Geld durch Betteln, Stehlen, Dealen, Drogenhandel, Prostitution o.ä. zu kommen.
Dazu benutzen sie größtenteils ihre zahlreichen Kinder , die sich natürlich dem beugen müssen. Die Eltern dieser Kinder sind oft selbst nicht mehr in der Lage, Geld zu „ besorgen „, sind sie doch oft selbst drogenabhängig, an Aids erkrankt oder auch schon gestorben.
Da im Grenzgebiet zu Thailand, im südlichen Burma, Heroin angebaut wird, ist es nicht schwer für die Bergvölker , Drogen zu erwerben und so ihr Leben s c h e i n b a r etwas erträglicher zu machen. So legen die Kinder aus den entlegenen Bergdörfer täglich sehr viele Kilometer barfuss, hungrig, in Lumpen gehüllt zurück, um an die Brücke in Mae Sai zu gelangen, die Burma und Thailand verbindet.
Dort passieren täglich Tausende Menschen die Grenze in beide Richtungen. Die Kinder haben es dabei auf die Touristen abgesehen, die die Grenze für einen Tagesausflug nach Burma überqueren. Mit ihnen wollen sie ihre Geschäfte machen.
Der Erlös scheint das nackte Überleben zu ermöglichen, aber die grausame Perspektivlosigkeit bleibt.
Diesem Problem hat sich nun das Kinderprojekt Childlife Mae Sai seit 10 Jahren gewidmet. Die Kinder werden „von der Straße geholt„ , ihnen wird ein neues Zuhause geboten.
Dazu gehören eine Schulbildung, später z. T. eine Berufsausbildung , regelmäßige Mahlzeiten, Schlafmöglichkeiten in festen Unterkünften, viel Raum zum Spielen, zum Sporttreiben, zum Kreativsein wie Singen, Tanzen, Musizieren, Theaterspielen, Basteln, Handarbeiten, Dichten, Arbeiten im eigenen Garten, Angeln, , Baden, Haustiere halten u.s.w.
Sie werden zu Ordnung Sauberkeit, Hygiene, Disziplin, Selbstständigkeit, gegenseitiger Erziehung ,Rücksichtsnahme, Hilfe, Aufmerksamkeit, Zuwendung und Achtung angehalten. Das Leben gestaltet sich wie in einer Großfamilie ( z. Zt 130 Kinder ), dabei kümmern sich die Großen um die Kleinen .Aufgaben wie Reinigungsarbeiten im Projekt, Wäschewaschen, Küchenarbeit, Gartenarbeit, Hilfe im Projektbüro, Unterstützung der wenigen Erzieher usw werden gerecht und dem Alter entsprechend verteilt.
Das Projekt, was für mich eine bemerkenswerte positive Entwicklung in den 10 Jahren genommen hat, lebt a u s s c h l i e s l i c h von Spenden. Das ergibt sich aus der Herkunft der Kinder, s. o.. Sie haben keinerlei Recht auf staatliche Hilfe , um z. B. die Schule zu besuchen oder das Gesundheitswesen in Anspruch zu nehmen. Für thailändische Staatsbürger ist die Schulbildung, die ärztliche Versorgung einschließlich dem internationalen Standard entsprechende Impfungen, ein Selbstverständnis.
Unter diesen Voraussetzungen war es von Anfang an mein Ziel, diesen Außenseiter-Kindern, die weder eine Geburtsurkunde, noch einen Ausweis, ja oft nicht einmal einen offiziellen Namen oder ein genaues Geburtsdatum hatten, nach allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen.
So besuchte ich zunächst ein mal jährlich während meiner Urlaubszeit das Projekt, brachte viele Zentner Hilfsgüter (auf dem Flugweg mit anschließender Bahn- Bus- und Autoreise ), Geldspenden in Höhe von insgesamt bisher ca. 20.000 Euro , Medikamente, Verbandsmaterial und mehrere hundert Impfstoffe gegen Diphterie, Tetanus und Poliomyelitis in das Projekt. Alles entstammte ausschließlich einer privaten Initiative, die viele Jahre über meine Kinderarztpraxis lief. Meine Patienten unterstützten mein Engagement in Thailand erfreulicherweise sehr großzügig.
Im Projekt untersuchte ich die Kinder, soweit das unter den primitiven Bedingungen, unter freiem Himmel möglich war. Bei festgestellten Erkrankungen leitete ich unverzüglich eine Therapie ein, falls keine Klinikeinweisung nötig war. Medikamente nach internationalem Standard sind problemlos in jeder Apotheke erhältlich , so dass ich sehr schnell helfen konnte. Bei den kontinuierlichen Impfaktionen konnte ich bei den meisten der Kinder, einen kompletten Impfstatus für Diphterie, Tetanus und Poliomyelitis erreichen. Jährlich kamen natürlich neue Ungeimpfte dazu, die die Impfaktion nie abreißen lassen. Leider gibt es keine Möglichkeit für mich, die Impfstoffe in Thailand zu erwerben, so dass die Vorbereitung und Organisation , einschließlich des Transportes der zu kühlenden Impfstoffe über die 10.000 km Flug- Bahn- Bus- und Autostrecke , jedes Mal eine logistische Herausforderung darstellt.
Aber ich bin überzeugt von der Wichtigkeit der Impfmaßnahmen , denn schon einmal wurde im Projekt das Ausbreiten einer Diphterie, an der ein ungeimpftes Kind erkrankt war, verhindert.
Im Projekt selbst habe ich ein kleines Krankenzimmer eingerichtet und ausgestattet, damit in meiner Abwesenheit ,von mir angelernte Ersthelfer, kranke oder verletzte Kinder wenigstens laienhaft medizinisch versorgen können.
Seit 2007 verbringe ich viel Zeit im Kinderprojekt, da ich ca 5 Monate pro Jahr in Thailand lebe. Ich besuche das Projekt mit Menschen, die sich für die Arbeit dort interessieren, die sich einbringen möchten und auf ihre Art helfen wollen. Es ist mein Ziel, möglichst viele Menschen für diese Kinder in Mae Sai zu begeistern, ihre Hilfebedürftigkeit zu e r l e b en , ihre Dankbarkeit und Freude zu s p ü r e n für jede, noch so kleine Zuwendung in j e d e r Form und Weise. Ich glaube, nur durch persönliches Erleben dieser Situation im Kinderprojekt, kann man verstehen, warum mir gerade diese Kinder so an´s Herz gewachsen sind, warum ich mich seit Jahren für sie (mit) verantwortlich fühle.
Dazu gehört neuerdings auch, dass ich regelmäßig Kinder aus Mae Sai zu mir in unser Gästehaus in Südthailand einlade und versuche, ihnen für einige Tage dort ein Leben in Geborgenheit, in familiärer Atmosphäre mit Annehmlichkeiten, die ihnen ihr Leben lang versagt waren, zu bieten. Ich hoffe, so bei den Kindern die Hoffnung auf ein schöneres Leben zu wecken. Vielleicht motiviert sie das z. B., in der Schule ,gute Leistungen zu erbringen ,als Voraussetzung für eine echte Zukunftsperspektive.
2008 habe ich zusammen mit meinem Lebensgefährten Günter Knopfe, eine gemeinnützigen Verein zur finanziellen Unterstützung der Kinder in Mae Sai gegründet. Inzwischen haben wir 25 Mitglieder, die teilweise schon das Projekt mit mir besucht haben. Wir hoffen in Zukunft auf eine erfolgreiche Vereinsarbeit zum Wohle der Kinder von childlife.
Gudrun Daugs
Wölfershausen, 11. 08. 2009










