Liebe Freunde der Goldkinder,
das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, hier in Thailand wird es nur noch 10 Stunden älter werden, in Europa werden jetzt langsam alle erwachen und dem Sylvestertag mit Erwartung entgegensehen.
Wahrscheinlich haben die wenigsten von Euch Zeit bzw Muße oder Lust, nun auch noch mit einem, wie gewohnt langatmigen Bericht von mir , von der Feierstimmung abgehalten zu werden.
Ich möchte es trotzdem für mich heute noch erledigen, um die alten Ereignisse aufzuarbeiten und neuen Plänen und Vorhaben ins Auge zu blicken.
Wie im vorigen Rundschreiben berichtet, sind wir zu viert , Marion Buchner vom Klinikum Meiningen, Ralf und Elena Gronau aus Coburg ( ich möchte die beiden hiermit gleich als neue Vereinsmitglieder vorstellen ) per Flugzeug und Bus nach Mae Sai gelangt.
Wir hatten für den Inlandflug deutlich zu viel Gepäck ( ca 30 kg mehr), so daß wir beim Einchecken unangenehm ins Schwitzen kamen und uns schon einen “Text zum Rausreden” bereitgelegt hatten.
Aber wie durch ein Wunder gab es keine Beanstandungen.
Die Hürde Bus bezüglich des vielen Gepäcks bereitete uns kein Kopfzerbrechen, nur war das Buspersonal etwas ungläubig, dass wir mit 10 großen Gepäckstücken nach Mae Sai reisen, während die meisten Touristen mit leeren Taschen zum Shoppen sich dorthin begeben !
Überhaupt muß ich innerlich immer schmunzeln in derartigen Situationen…z. B. beim check in, wenn ich die Mitreisenden mit ungläubigen Blicken, tuschelnd über den zu erwartenden Riesenbetrag ,den ich für mein Übergepäck zu zahlen habe und das Unverständnis, wie man soviel Reisegepäck zum persönlichen Bedarf in Thailand benötigt, amüsiert beobachte.Wer weiß, in welche Schublade ich da komme
))
In Mae Sai wurden wir ( erstmalig überpünktlich ) von Projektleiter Ngaow vom Busbahnhof abgeholt.
Selbst hier hatten wir noch Mühe, alle Gepäckstücke in seinem großen Jeep zu verstauen, aber für Ngaow keine Hürde, er ist sehr gut im Improvisieren. Sein Auto gab furchterregende Geräusche von sich, das lag aber nicht an unserem Gewicht, sondern es war absolut “werkstattreif “.
Im Projekt angekommen, gab es wie immer von den Kindern ein fröhliches Lächeln und ein” Sawatee ka” zur
Begrüßung. Dazu auch ängstlich fragende Blicke nach der bevorstehenden Impfung und erwartungsvolle Augen, weil es sich herumgesprochen hatte, dass wir 5 große Pakete per Post und 10 große Gepäckstücke für die Kinder zu Weihnachten bei uns hatten.
Ngaow betonte auch , dass wir die Sachen den Kindern am nächsten Tag nach der Impfung sozusagen als Weihnachtsgeschenk übergeben sollten, da sie selbst keine Geschenke für die Kinder hätten.
Deshalb bin ich immer auch wieder bereit, den logistischen Aufwand des Transportes auf mich zu nehmen, die Kinder in Projekt freuen sich wirklich sehr.
Zu den übergebenen 3.000 Euro haben sie nicht so den Bezug, dafür sind es eben Kinder, noch dazu Kinder, die nie Geld zum Ausgeben zur Verfügung hatten und sich auch keine Wünsche durch z. B. erspartes Geld erfüllen können, sondern bisher nur Geld durch Betteln “verdient” haben.
Für mich gab es während des Besuchs diesmal ganz besondere Überraschungen und Ehrungen.
Ein großes Willkommensschild stand vor der Aula ( s. Bild oben ), mit einem (schrecklichen ) Foto von mir…
…in der Aula über der Bühne hing ein selbstkreiertes Riesenplakat mit meinem ( schrecklichen ) Foto und einem Willkommensgruß an den ” best friend from Germany” und einem Dankeschön für 10-jährige Unterstützung des Projekts.

Während einer feierlichen Begrüßung bekam ich dann noch eine Urkunde im Goldrahmen mit meinem (schrecklichen ) Foto und einem netten thailändischen Text…… ich schwöre,das Foto ist wirklich ganz schrecklich, ich sehe aus, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank….aber der Zweck heiligt die Mittel !
Als Krönung und Dankeschön überreichten die Kinder uns an diesem Abend noch rote Rosen! (in Thailand eine Rarität!) und Ketten aus Jasminblüten.
War das berührend anzusehen, wie sie alle dasassen mit einer Rose oder einer Jasminblütenkette in der Hand. Wie einmalig für sie dieser Rosenanblick war, zeigte mir die Situation, in der ein kleines Mädchen hinterher zu uns kam, die Rose zärtlich streichelte, daran roch und sie so gern wiedergehabt hätte…wir haben sie ihr natürlich gern geschenkt.
Am nächsten Tag, als die Kinder in der Schule waren, machte ich mich auf den Weg nach Burma über die Grenzbrücke. Für mich ist diese Begegnung mit den Menschen auf der Brücke immer wieder sehr wichtig und es wirkt nachhaltig auf mich ein. Ich könnte über meine Beobachtungen lange Geschichten schreiben, viele Fotos oder kleine Filme hinzufügen.
Es ist so unglaublich, was ich da sehe, so völlig anders, als unser vergleichsweise leichtes, freude-und genußbetontes Leben, so, als ob uns alles im Schlaf zufällt…ich weiß, dass das auf viel Kritik stößt, was ich da sage, aber ich stehe dazu.
Man muß es gesehen, gerochen, gehört, gefühlt haben, um es zu begreifen… diese Mühsal, diese bittere Armut, den Schmutz, die üblen Gerüche,die körperliche Anstrengung mit der vom Wetter gegerbte asketische, kleinwüchsige Frauen hastig rennend ihre schwer beladenen Handkarren schieben,
Mopeds beladen wie ein LKW ihre Waren befördern, wieder andere Mopeds!! als Sammeltaxi fungieren und Anhänger befördern, auf denen mindestens 10 oder mehr Menschen sitzen oder Waren gestapelt sind, die einen mittelgroßen Laster füllen würden, bettelnde schmutzige kleine und große Kinder( meistens Jungs), die die Touristen nach Geld “anflehen”, alte Frauen aus den Bergdörfern mit schwarzen Zähnen vom Betelnußkauen und kleinen Kindern im Tragetuch auf dem Rücken, die nicht ihre Enkelkinder, sondern ihre Kinder sind, schlafende völlig verottete Menschen am Strassenrand liegend, von denen man glaubt, sie machen nie wieder die Augen auf , einfach nur dasitzende Menschen, die völlig fertig und verbraucht aussehen, ausgemergelt vom Drogenkonsum, die kaum mehr die Augen öffnen können…
Eine Szene hat mich besonders berührt und ich habe sie lange, z. T durch Fotos und Videoaufnahmen verfolgt:
Eine Mutter , verhärmt und sehr bösartig aussehend, ihr wenige Wochen altes Baby auf dem Schoß liegend, hat ihren Sohn, ca 3-jährig auf der Brücke verprügelt und beschimpft. Er war von ihr dort zum Betteln auf die Touristen angesetzt worden, hatte aber wohl nicht fleißig genug gebettelt ( mit 3 Jahren !) und sich, weil es ihm zu kalt war, seinen Pullover übergezogen. Die Mutter riss ihm den Pullover förmlich vom Leib und schrie fürchterlich, während er bitterlich weinte.Wahrscheinlich war sie der Meinung, dass er mit dem Pullover weniger hilfebedürftig und arm aussah, um zu Geld zu kommen. Anschließend übergab sie das kleine Baby, das sie auf dem Arm hatte, einem sehr jungen Mädchen( auch selbst noch ein Kind ), die nun die Touristen als vermeintliche ganz junge Mutter anbettelte.
Diese Bilder mache ich mir immer bewußt, wenn ich unsere Kinder im Projekt erlebe….was für ähnliche Geschichten werden sie hinter sich gelassen haben b.z.w werden ein Leben lang damit zu kämpfen haben.
Eine große Dankbarkeit erfüllt mich in solchen Momenten, Dankbarkeit über mein eigenes unbeschwertes Leben und Dankbarkeit dafür, dass ich ein bisschen dazu beitragen darf, dass es den ” Goldkinder ” jetzt viel, viel besser geht und dass sie eine echte Zukunftschance durch die ihnen gebotene Schulbildung haben.
Die Impfaktion verlief ohne Probleme. Kanülen, Desinfektionslösung und Pflaster wurden aus der Apotheke besorgt und alle ging reibungslos vonstatten. Die Kinder waren , wie immer ausgesprochen brav, wenn z. T auch ängstlich….Die zuschauenden Kinder mit Impferfahrung aus den vergangenen Jahren ermutigten von weitem durch Zurufe und es gab Applaus für die mutigen Geimpften.
Ich hatte wie immer fleißige Helfer bei der Aktion und wir waren ruck zuck fertig mit ca 30 geimpften Kindern.
Anschliessend gab es nun zur Belohnung die mitgebrachten Wintersachen und Schuhe für die Kinder.
Wir vier kamen ganz schön ins Schwitzen, als wir die fast 200 kg Bekleidung und Schuhe auf der Bühne der Aula ganz schnell in kleine Häufchen zur besseren Übersicht sortierten.
Dann durften als erstes die Kinder sich etwas aussuchen, die sich durch besondere Verdienste in der Schule und durch fleißigen Einsatz im Projekt sog. Coupons erspart hatten. So ging alles schön der Reihe nach und der Gerechtigkeit folgend…. die Wartenden ( weniger Fleißigen ) mußten ungeduldig zappeln. Das sollte gleichzeitig eine Lehre für alles sein…ohne Fleiß, keinen Preis !
Letztlich waren alle zufrieden und glücklich, der Rest der Sachen wurde eingepackt, um sie später weiter zu verteilen.
Für den letzten Tag hatte ich mir gewünscht, dass wir ein Bergvolk besuchen, damit meine Begleiter sehen und verstehen, welche Wurzeln die Kinder einerseits haben und welch großes Glück andererseits für sie eintritt, wenn sie bei childlife ( Goldkinder ) aufgenommen werden.
Nur wenn man das hautnah gesehen hat, kann man dieses Glück nachvollziehen….ansonsten wirkt das Hilfsprojekt auf ” Neulinge ” eher erschütternd und mitleiderregend.
Um das zu relativieren, versuche ich , aus meiner langjährigen Erfahrung heraus, die positive Umsetzung durch so einen Besuch zu unterstützen. Es wird das Leben auf der Schattenseite ( trotz größter persönlicher Bemühungen und Opfer, gepaart mit Resignation und/ oder Flucht in die vorübergehende Sorglosigkeit durch zB Drogenkonsum) ohne Verfälschung gesehen.
Ich hoffe, bei meinen Mitreisenden und neuen Freunden der Goldkinder ist viel Positives hängen geblieben, für das es sich auch in Zukunft weiter lohnt, einzustehen und sich mit Überzeugung einzusetzen.
In diesem Sinne, einen guten Start in ein friedvolles , gerechteres, aktives, gesundes , offenherziges, ehrliches Neues Jahr mit nach vorn gerichtetem Blick, über den Tellerrand hinaus !!!
Herzlichst , Eure Gudrun
… die z. Zt. in Thailand auf einer kleinen Insel sitzend, sich über einen winzigen Gruß von Euch, als Zeichen Eurer Verbundenheit mit ihr, sehr freuen würde !

Eine Rundmail von Stefanie Tomberge erreichte uns am 26. Dezember 2011:
“Liebe Freunde der Goldkinder, wie auf unserem Treffen in Berlin schon kurz erwähnt, hat Anfang Dezember unsere Ausstellung in der Erlöserkirche Münster stattgefunden. 57 Kita Kinder, mit und ohne Behinderungen, von 1 (!!!) bis 6 Jahren haben eine Leinwand 50 x 50 cm gemalt.

Diese Leinwände wurden ausgestellt und auf Spendenbasis verkauft.
Zur Zeit haben wir 310,00 Euro eingenommen. Die Ausstellung läuft jedoch noch bis Mittwoch und es wird noch etwas dazukommen. Die Eltern haben Flyer mitgenommen und ich hoffe, dass sie noch mehr an Spenden überweisen werden. Zwei Kinder haben sogar je 2,50 von ihrem Taschengeld gespendet. Mein Patenkind (13 Jahre) hat mit ihren Freundinnen zusammen Taschengeld gespart und gespendet. Auch nochmal 70,00 Euro. Toll, dass so junge Mädchen, die so wenig haben und doch noch soviel brauchen, von ihrem eigenen Geld etwas abgeben. Im Anhang findet ihr Fotos von der Ausstellung.
In knapp zehn Tagen werde ich zum ersten Mal mit Nele Erndwein und Gero Fiedler (spendet auch gerne an Goldkinder
das Waisenhaus persönlich besuchen und ich freue mich drauf. Die letzte unbemalte Leinwand werde ich mitnehmen und von den Kindern im Waisenhaus bemalen lassen. Diese wird dann einen Ehrenplatz in der Kita bekommen.
Die Kinder haben mit ganz viele Fragen mitgegeben. Sie wollen wissen, ob die Kinder sich dort auch die Zähneputzen und woher sie die Zahnbürsten bekommen. Ob sie auch mit Playmobil spielen und was sie am liebsten Essen oder wovon sie nachts träumen. Süß, oder?
Meine Freundin Nele arbeitet auch in einer Kita und hat eine ähnliche Aktion dort gemacht. Dort haben die Kinder Holztafeln gestaltet und mit Glitzer; Engel und Stoff geschmückt. Auch sie hat jetzt schon 370,00 Euro eingenommen, die gespendet werden. Ich freu mich sehr, dass auch sie so aktiv ist und uns unterstützt, obwohl sie kein Mitglied ist.
Die Kinder dort sind auch angepiekst und wollen helfen!! Auch dort sind die Eltern sehr interessiert und unterstützen die Spendenaktionen. Toll.

Wer noch Fragen hat oder Ideen, der kann mich gerne kontaktieren. Ich bin auch bei Facebook zu finden. Euch allen eine besinnliche und harmonische Weihnachtszeit mit guten Gedanken.
Liebe Grüße aus Münster,
Stefanie Tomberge

Hallo, liebe Freunde der” Goldkinder”,
nun ist es wieder mal soweit, dass ich mich ab morgen bis zum 20.12. 2011 auf die Reise nach Mae Sai begebe.
Eine lange Zeit der Vorbereitung liegt hinter mir und nun folgen ” die Taten “.
Lasst mich kurz zusammenfassen, was seit meinem letzten Bericht erwähnenswert ist.
Eine Auswertung der Fragebogenaktion werde ich gesondert vornehmen, es würde den Rahmen sprengen.
Außerdem bekommen diejenigen Vereinsmitglieder, die ihren Jahresbeitrag noch nicht bezahlt haben, von mir noch eine gesonderte mail. Wer sich nicht mehr als Mitglied dazugehörig fühlt, möchte bitte seinen Austritt bekanntgeben.
Es würde mir eine Menge Arbeit erspart bleiben. Im nächsten Jahr würde ich dann gern für den Beitrag eine Einzugsermächtigung auf den Weg bringen wollen, es vereinfacht die Abwicklung enorm !
Ich bin jetzt fast 5 Wochen hier in Thailand und hatte permanent Besucher in unserem Gästehaus. Das bedeutete viel Arbeit, aber auch viel schöne gemeinsame Erlebnisse.
Fast alle Gäste sind mit Sachspenden für die Goldkinder angereist, dh die Spenden wurden vor der Reise wieder bei uns zu Hause in Empfang genommen,sortiert, verpackt,an die Thailandreisenden verteilt, bei den Airlines im Einzelnen als Freigepäck beantragt,nach Thailand geflogen,dann zu uns auf die Insel transportiert, hier eingelagert bis zum weiteren Transfer nach Nordthailand, immerhin 2.000 km !
Da sich seit Anfang des Jahres hier bei uns im Gästehaus soviel angesammelt hatte, dass wir es unmöglich per Flugzeug allein nach Mae Sai transportieren könnten, haben wir 5 große Pakete á 20 Kilo gepackt und bei der hiesigen Post aufgegeben.Zum Glück kostet es nicht sehr viel und ich habe die Kosten gern persönlich übernommen.
Es hat mir übrigens einen Riesenspass gemacht, die vielen schönen, wertvollen Kindersachen zu sortieren und zu verpacken. Ich habe diesmal den Schwerpunkt auf Wintersachen gelegt, da es in dieser Jahreszeit in Nordthailand nachts fast bis Null Grad werden kann. Die Kinder werden sich über die hochwertigen Jacken, langen Hosen, Pullover, Mützen und Schuhe garantiert sehr freuen und es wird eine echte Hilfe sein im Kampf um ein erträgliches Leben.
Das heute mitgesandte Foto zeigt mich nach der vollendeten Packaktion vor unserem Gästehaus.
Neben diesen 2 Zentnern Postfracht werden wir zu viert in den nächsten Tagen weitere 100 Kg Sachspenden mit ins Hilfsprojekt nehmen. Elena und Ralf Gronau aus Coburg,sowie Dr. Marion Buchner aus Meiningen werden mit mir zusammen das Projekt besuchen.
Neben den wertvollen Sachspenden haben wir auch 50 Impfstoffe ( gegen Diphterie, Tetanus und Polio )im Gepäck, die uns dankenswerterweise von der Firma Sanofi Pasteur MSD gespendet wurden .Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nach Leimen !
Außerdem können wir den Goldkindern erfreulicherweise 3.000 Euro Bargeld in Mae Sai direkt übergeben.
Damit und mit den vielen schönen warmen Sachen zum Anziehen können wir bei den Kindern immerhin auch eine gewisse weihnachtliche Stimmung erzeugen.Die meisten der Kinder sind ja christlichen Glaubens von ihrer Herkunft her und feiern wie wir ( und doch ganz anders als wir !) die Geburt von Jesus.
Vielleicht sollten wir uns das mal wieder ganz bewußt machen…..mit welchem Überfluß wir das Weihnachtsfest jedes Jahr( mit ständig steigender Tendenz ) begehen !
Macht uns das wirklich glücklich oder glücklicher, das immer mehr, immer mehr ? ?? Ich glaube es kaum !
Ich erlebe hier täglich eine erstaunliche Zufriedenheit, Lebensfreude, Bescheidenheit……..trotz( materieller) Armut, aber bei unglaublicher Genügsamkeit und erstaunlicher Kreativität, aus wenig etwas zu machen und damit froh und wirklich glücklich zu sein. Nirgends habe ich so viele Menschen bei der Arbeit singen , lachen, kommunizieren gehört wie hier in Thailand. Obwohl ich mit keinem tauschen wollte, was die Arbeitsbedingungen betrifft !
Nie wird geschimpft, laut geschrieen, gedroht, aggressiv gestikuliert, gestritten, gar gebrüllt oder geschlagen…immer behält man die Ruhe und hat Geduld ohne Ende.
Jegliche laute Kritik oder Beschwerde wäre hier ein sog. Gesichtsverlust und für einen Thailänder das Schlimmste, was ihm passiert !
Wie viele Millionen verlieren unter diesem Aspekt in Deutschland täglich ihr Gesicht , angefangen von den Spitzenpolitikern ( z. B.in den beliebten Talkshows ) bis hin zu ” Otto, dem Normalverbraucher “( z. B.. im Strassenverkehr ) ???
Jetzt bin ich aber ganz schön vom Thema abgekommen…ich habe mich nur mal wieder gefragt, ” Was ist eigentlich Glück ?”. Für jeden bedeutet es ganz sicher etwas anderes…. Ich habe vor ein paar Wochen ” Teile Dein Glück und Du veränderst die Welt” von Jürgen Todenhöfer gelesen und er hat mir soooo aus der Seele gesprochen.
Aber jeder muss es für sich entscheiden, ob oder wie oder mit wem er sein Glück teilt. Ich teile es jedenfalls in den nächsten Tagen mit den” Goldkindern” in Mae Sai , das ist mindestens hundertfach geteilt und somit hundertfach für mich vervielfältigt !
Ich freu mich riesig auf die Kinder und bin sicher, es werden ein paar Tage, die unter die Haut gehen !
Ihr hört bald wieder von mir, bis dahin liebe Grüße an Euch alle und denkt dran, bleibt den ” Goldkindern ” treu !
In alter Verbundenheit, Eure Gudrun Daugs

In diesem Post kommen zwei der Mädchen zu Wort, die im Kinderdorf eine Art Zuhause gefunden haben. Ihre Erzählungen machen eines deutlich – dass das jahrelange Engagement vor Ort tatsächlich einzelnen Menschen einen Start in ein anderes Leben mit Perspektive ermöglicht. Aber lest selber:
Story of Nam Kalya.
The national sound from frog and insect is playing it rhythm during the dark
night like tonight. The wind also blows trees nearby my house as if it contested with the rain which is pouring heavily to tin roof of the house. The thunder is making a loud noise to cover the world of night. I cannot sleep because of fear from shaking of the house where I live with my mom since we moved to stay in Childlife. I cannot close my eyes to sleep while the thunder still makes a loud noise and the sound from raining still goes on.
It is for many years that we, me, my mom and my younger brother, have lived
a small house for the cook of Childlife in Childlife. I still think of the old day of mine and of my family.
Our family is very poor. We don’t have home to stay. My mum works here as
the cook so she has cooked for kids here since then. Kids here like the food my mom cook so sometimes kids make a joking that wherever they eat, it is not as delicious as the food my mom cook. This makes my mom very proud of her job, especially when there are some people speaking this to her. For me, it is so so, it may be that I eat the food cooked her for all my life.

Here kids call me “Nam ( means “water” in English)”. I am a girl from Ahka ,one of minority ethnic groups in the northern area of Thailand and in Myanmar, Shan state and other areas. I have a good chance to come to live in Childlife. I am poor and risk to be victim of human trafficking like child labor and etc. When I finished Pratom 2, grade 2, my mom told me that I had to leave school because she was not able to afford education fee in school due to our poverty. She did not have fund to support me to go to school so I had to leave school to work to earn money to support my younger brother. I was very sad with my fate so that I cried because I would not have a chance to study anymore.
But my fate was not so brutal to me, after I left school for a year, one day, one
of teacher in my old school told me to come here, Childlife and stayed here. At that
time, Childlife rent a small house for kids and the number of kids was not much like at the present. In Bannana or Childlife, I got a chance to study in Pratom 3 and I was very happy to have this chance. But I was happy for not so long time because I was worried about my mom and younger brother who did not have place to stay. My younger brother is a good, active and smart boy but he did not go to school. I tried to ask staff to let him live in Childlife because he wanted to go to school but there was no reply from staff. It was full to accept more children because there was not enough budget.
I ever asked for the used books, erasers and pencils many times and took
these things to him to practice writing ABC in order to make him happy and hopeful that he will go to school in one day. One day I decided to write a small letter and then sent it to Kru Ngaow to tell him the story of mine and younger brother’s and our difficulty. Next day in the morning Kru Ngaow, who look like gangster leader, walked to me and told me to bring my younger brother quickly. That day was one of the happiest days in my life because I would see my brother go to school. I never thought that Kru Ngaow who had fierce – looking face will have good heart. During the first days I came and stayed here in Childlife, I dared not walk close to him and I feared of him. I realized that we cannot judge people from their appearance.
When I moved to live in Childlife, I was very happy to get a chance to go back
to school. During staying in Childlife, I studied until I finished grade 6 in primary level and then went to secondary school. After finishing junior high school level, grade 9, I get supported by Childlife to go to study in a vocational school, Maeasai Vocational school, in vocational certificate level and now I am studying in 3nd year, last year, of this level.
I personally am friendly with people and jolly, like writing and speech. Here in
Childlife I am one of the youth activists for Childlife. Whenever I met people, I usually told about my dream from my young day that I would like to work as reporter or in the field of mass communication but I don’t know how and from where to start.
Now we are forming our team of youth of Childlife and starting to try something
to pursue our dream, Nanastation, to produce some documentary for our website,
www.891nanastation.com . Many people may see it as a small thing but we think that it is the great chance for us, kids of the border. I will do my best in this work, as Nanastation team. Thank you many people who take part in supporting and give us a chance directly and indirectly by giving us cheerfulness and looking forward to seeing our website.
Thank you very much, Nam Nanastation.
Jenni, my story.
The sky after raining is very beautiful and it is like terrible thing in my life that
just passed. The clear sky and shining sunlight hitting the mist are very beautiful.
Everything around me is very nice like the time I have now.
My story starts at a very small village of Akha ethnic group, Lishe village on the
mountain of Doi Tung.
At that time, I was just a small girl who never had any chance to get the warm
of love from dad. My dad died a few years ago and then my mom got married with
other man who became my stepfather later. After my mom got married, I had to stay with my stepfather and everything was still good for me. But the worst luck in my life came to me when my mom, who was everything for me after the death of my dad, passed away and I just around 10 years old at the time. This changed everything in my life. Not so long after my mom died, my stepfather, with whom I and my mom relied on for few years, got married again with new woman and at the time my family which I did feel I had when my mom was still alive became step family automatically and I had to stay with them without any choices. In new family I had to work everything instead of my stepmom and at the time I was so young for such a big responsibility of mom of the family. When my mom was still alive, I had free time to play with other kids every day but after that I did not have such a change anymore, a chance to be as kid because I had to do hard work in family. Moreover, I had to take care of 2 boys who came with new stepmom.
My stepfather had to go work outside everyday and came back home after the
sun set. I had to drop my study according to my stepmom and it was more than a
month to take care of everything in household, taking care of younger brother,
working as house keeper for everyone in family. I thought that I would not have a
chance to finish my study in primary school but good luck came to me. I was able to finish my primary school with grade 6. After I finished this level, my stepfather told me that I had to go to work because our family did not have money to support young boys to go to school so I had to leave school and work to help them. I felt very sad. I was just years old at the time and what I could do at this age but I cannot insist their needs. “ Go, if I have to go, they help me a lot” I thought.
Something in my life changed when my neighbors who stayed at the same
village on the mountain asked for help to Childlife to help me because they
sympathize with my fate. Staff from Childlife came to my village for seeking more
information about me and finally they helped me and this was the starting of my newlife and it was new story to struggle for my life.
In Childlife I got supported to study in junior high school and other good
opportunities I never have during staying with my family such as training on
leadership, confidence and other development both mentally and physically.
Now I am studying in the 3rd year of the vocational certificate level in
accountant in one vocational school in Maesai. I am very happy now to have such a good chance. Everything I get such as education opportunity, training and other is from the help of Childlife. I want to thank Childlife and Kru Ngaow of giving me a new life and thank to everyone who help children in Childlife. Because of the help of you all and of Childlfie, my life has changed to the good one.
Thank you,
Jenni, Nanastation team.

Liebe Freunde der Goldkinder,
während ich gestern über meinem Bericht saß, gab es in der Region unseres Kinderprojektes ein Erdbeben!
Welch ‘ eine Intuition, dass ich gerade zu dem Zeitpunkt in Gedanken bei den Kindern war!
Die schrecklichen Bilder von Japan vor Augen, habe ich früh gleich eine Mail versandt und mich bei der Projektleitung erkundigt. Jetzt endlich kam die Antwort und Entwarnung… zumindest nur Sachschaden.
Ich bin sehr erleichtert, aber auch traurig… immer wieder trifft es die Ärmsten der Armen mit Naturgewalten… Vor ca. 4 Jahren ein Orkan, der das gerade neu aufgebaute Projekt dem Erdboden gleich machte, vor 1 1/2 Jahren ein Feuer, das wichtige Räume (mit verhältnismäßig wertvollem Inhalt) völlig zerstörte, letztes Jahr ein furchtbarer Regen mit anschließendem Sturm, der viele Dächer und in der Folge die persönlichen Sachen der Kinder vernichtete… die Schäden waren bei meinem letzzen Besuch noch nicht restlos beseitigt.
Unten könnt Ihr die Original-Mail von Songkran nachlesen.
In Verbundenheit mit allen Kindern und Helfern,
Eure Gudrun Daugs
Dear Dr Daugs,
We are quite lucky that we are not affected by the earthquake last night.
We were very exited with the earthquake while it was happening.
Today when i went to the shelter, i asked staff who stay in the shelter and children about the earthquake last ight.
They told that they feared during it happened so they had to move to sleep outside the house. Some slep on the football playground and some slep in tents. Some ceilings of girls house fell during the happening but everything is OK.
Thank you very much for your care of children here.
Regards,
Songkran














